41ste Woche

Echtzeit-point-and-click-adventure

Die Radreise durch Korea ist bereits geplant und ich habe auch schon drei Gastgeber. Ich werde in Seoul starten und nach Pusan radeln. Aber die Zwischenstops sind noch geheim. Auch die ersten 500 km durch Japan sind schon geplant. Ich hoffe, es führt nicht zu allzu enttäuschten Gesichtern, dass ich Okinawa und Kyushu auslasse. Es hat schlicht und ergreifend keinen Sinn einen Flug oder eine Fähre nach Naha (Okinawa) für mindestens 300 € zu buchen, nur um für fünf Tage einmal um die Insel zu radeln, um dann vom gleichen (Flug)hafen wieder für 300 weitere Euro zurückzukehren. Da es keine Fähren von Pusan nach Kagoshima im Süden Kyushus gibt, habe ich mich entschlossen, auch Kyushu auszulassen. Es ist ein wenig bedauerlich, da ich gespannt war, Nagasaki zu sehen und natürlich war ich auch auf Kagoshima neugierig…

Oh, gerade erreicht mich eine „brillante“ Nachricht. Erst kürzlich habe ich ein neues Videospielgenre namens Echtzeit point and click adventure entdeckt. Es ist eines dieser neuen Browser-spiele und heißt „buche einen Flug samt Fahrradanhänger von Tokio nach Seoul“. Neu an diesem Genre ist, dass man vollständige Nachrichten in bestimmte Textfelder eingeben kann und sogar eine Antwort bekommt. Also habe ich Korean Air gefragt, wie und wo man einen Fahrradradanhänger mit den Maßen 120 cm zu 60 cm zu 50 cm bucht. Gemäß deren Spielanleitung ist es möglich, Sportausrüstungen zu buchen, wenn die aufaddierte Gesamtlänge von Höhe, Breite und Tiefe 277 cm nicht überschreiten. Also buchte ich den Flug. Jetzt kommen sie auf mich zurück um mir mitzuteilen, dass es ihnen Leid täte, aber ein Fahrradanhänger keine Sportausrüstung wäre. Ach ja, ich mag Echtzeit-point-and-click-Adventes. Aber oftmals sind sie weitaus teuer als die regulären 69,99 €…

Japans Fähren

Besonderen Dank an: Hubertus Neidhart vom Deutschen Webspace Provider Network für den exzellenten Service; Lilith Pendzich;

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One Response to 41ste Woche

  1. Chris says:

    Schade, dass Du es nicht nach Okinawa schaffst, die haben komisches Gemüse, dass es sonst nicht in Japan gibt und auch das Glashandwerk ist dort beliebt. Da die ganze Insel im Krieg aber total zusammengebombt wurde gibt es dort aber nur hässliche Betonbauten und nichts interessantes von der Architektur zu bestaunen (ausser ein paar Nachbauten).

    Die Leute sind in der Regel etwas braungebrannter als im Rest Japans und ethnisch vermischter, da die Insel für viele ein begehrter, strategischer Ort ist. 2010 wollten die Japaner noch, dass die Amerikaner von dort abziehen, leider weiss ich nicht, was daraus geworden ist.

    Lang wäre Dein aufenthalt in Okinawa eh nicht gewesen – die Insel ist wirklich klein – ich schätze mehr als 3 Tage hättest Du dort nicht radeln können.

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