42ste Woche

es geht um Verkehr!

Ich habe das Rätsel des Browserspiels, das ich im letzten Eintrag erwähnt habe gelöst. Man musste einfach nur mehr Text in diese bestimmten Textfelder eingeben und jetzt darf ich meinen Radanhänger auf meinem Flug von Tokyo nach Seoul mitnehmen. Das Rätsel ähnelte eines derer aus ‘the secret of Monkey Island‘ als man den Navigator um eine Halskette bitten musste, die einen für Geister unsichtbar macht.

Gib sie mir bitte!

Nö!

bitte!

Nö!

bitte!

Nö!

bitte!

Nö!

bitte!

bitte!

Okay!

Und es gibt tatsächlich Leute die behaupten, man könne nichts von Videospielen lernen! Ich muss nicht mal mehr zahlen! Dennoch ist dieser Tipp keine Komplettlösung für das Spiel. Da mir die Spielefirma Korean Air sehr deutlich zu verstehen gab, dass es sich hierbei um eine Ausnahme handle und es nicht den Spielregeln entspräche. Also habe ich vielleicht gemogelt. Aber ich sagte denen auch, dass ich ein Radler und kein camper bin (Kurze Anmerkung für CS freaks. CS Steht übrigens nicht für Couch Surfing. Nein und auch nicht für Cyber Sex)

Da ich viel darüber recherchiert habe, wie man in Japan am am billigsten reist, möchte ich dieses Wissen hier teilen.

Fliegen

Japan hat keine Billigfluggesellschaften wie beispielshalber Ryanair oder easyjet in Europa. Wer hofft Inlandsflüge – zum Beispiel von Osaka nach Tokio – für 30 €, also ungefähr 3.200 ¥,erstehen zu können wird vergebens suchen. Die billigsten Flüge sind hier ungefähr zehn mal teurer.

Eine Japans erster Billigfluggesellschaften ist Starflyer:

Um einen Flug von Tokio nach Fukuoka für ungefähr 30.000 ¥ (342 CHF, 284 €) zu ergattern muss man mindestens einen Monat im Voraus gebucht haben!

Kommt es nicht auf eine schnelle Ankunft an und man möchte kein Inlandsziel erreichen, sollte man auf jeden Fall einen Blick auf japans Fährverbindungen riskieren. Fahrten von Tokio nach Sapporo sind bereits für 9.900 ¥ (113 CHF, 94 € ) erhältlich und es gibt sogar ein Onsen an board!

Die billigste Art im Inland zu reisen bieten Busse. Insbesondere wenn man sperriges Gepäck hat, wie ich es habe.

Schnell aber teuer – das Bahnnetz u.a. mit dem Shinkansen.

Verglichen mit vielen – nicht nur asiatischen sondern auch europäischen oder amerikanischen – Zuggesellschaften sind Zugfahrten in Japan teuer. Sämtliche Nahverkehrszüge in Tokio (Seibu, JR East, Metro, Tobu line um nur einige zu nennen) bieten weder Tages- oder Halbtagespässe noch einen Gruppenrabatt an.

Eine sehr nützliche Seite um nach Zugverbindungen zu suchen, insbesondere wenn man nicht Japanisch schreiben oder sprechen kann, ist diese Seite hier

Also gute Reise!

Besonderen Dank an: Hubertus Neidhart vom Deutschen Webspace Provider Network für den exzellenten Service; Lilith Pendzich;

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2 Responses to 42ste Woche

  1. Chris says:

    Sandra und ich haben bei unserer Reise auch festgestellt, dass die Busse am günstigsten sind. Allerdings schläft sich darin beschissen, ich bin halt nicht so klein wie ein Japaner und irgendwann haben mir die Knie so weh getan, dass ich nicht mehr sitzen konnte.

    Die Schnellzüge sind westenlich komfortabler. Und wer wirklich viel in kurzer Zeit sehen will, der kann sich einen Japan Rail Pass kaufen – eine Art Flatrate Ticket für Züge. Für ca. 270 Euro kann man eine Woche lang so viel Zug fahren wie man lustig ist. Laut diverser Quellen kann man dieses Ticket als Tourist nur ausserhalb Japans erwerben, was fast richtig ist. Angeblich kann man es auch noch am Flughafen kaufen.

    Bei meiner zweiten Japanreise hab ich den JR Pass für 2 Wochen gehabt – hat etwa 400 Euro gekostet, aber dafür bekommt man auch was geboten. Die Züge fahren wirklich schnell – 200 km/h ist normal. Allerdings mit dem Einsteigen dürfte als Radler der Zug ausscheiden, zumindest der Shinkansen. Man muss so zügig zusteigen, dass man schon mit normalem Gepäck flott sein muss, mit sperrigem Rad usw. stell ich mir das unmöglich vor (gibt innen auch keinen Platz für ein Rad). Nettes Detail am Rande: In Japan hatte bei meiner Reise kein Zug Verspätung. Die Abfahrt war bis auf wenige Sekunden genau. Da könnten wir mal ordentlich was lernen.

    • admin says:

      Der Witz ist, dass der Japan Rail Pass nur von Ausländern gekauft werden kann. Ein deutscher Freund von mir, der mittlerweile hier in Japan lebt, hatte so sein blaues Wunder erlebt als seine Mutter zu Besuch kam, sie den Pass kaufen konnte, er nicht!

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